2022

Olympia München '72

Ausstellung & Buchvorstellung

27.07.2022 – 03.10.2022

Königstraße 1c
(ehedem Karstadt Sport)
70173 Stuttgart

Bauen für eine offene Gesellschaft – Günter Behnisch 100

Die Olympiaanlagen in München 1972, der Plenarsaal in Bonn 1992, die Akademie der Künste in Berlin 2005 – der Architekt Günter Behnisch realisierte mit seinem Büro Behnisch und Partner mehr als 150 Gebäude, darunter fast 70 Bildungseinrichtungen. Seine Entwürfe prägten das Bild der jungen Bundesrepublik. Oft als „Baumeister der Demokratie“ bezeichnet, war Günter Behnisch einem am Menschen orientierten Bauen verbunden. Ihm gelang es wie kaum einem anderen Architekten, den Wesenskern freiheitlicher, demokratischer und humaner Grundsätze in Gebautes zu übersetzen. Die Themen, mit denen sich Günter Behnisch im Rahmen seines architektonischen Wirkens auseinandersetzte, sind bis heute hochaktuell und relevant.

Am 12. Juni 2022 wäre Günter Behnisch hundert Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass zeigen die Architektenkammer Baden-Württemberg, das saai | Archiv für Architektur und Ingenieurbau am KIT Karlsruhe sowie Behnisch Architekten in Stuttgart die Ausstellung „Bauen für eine offene Gesellschaft – Günter Behnisch 100“. Auf der 1.300 Quadratmeter großen Fläche eines ehemaligen Kaufhauses in der Stuttgarter Königstraße werden Architekturmodelle, Filmsequenzen, Planskizzen sowie Zeitdokumente präsentiert. Die Ausstellung schöpft aus dem umfangreichen „Werkarchiv Günter Behnisch & Partner“, das dem saai als Schenkung übergeben wurde.

In sechs Kapiteln werden die wichtigsten Thesen seiner Entwurfsarbeit nachgezeichnet. Die ausgewählten Projekte bilden, in den jeweiligen zeithistorischen Kontext eingebettet, die ganze Bandbreite seines Schaffens ab: von Günter Behnischs Anfängen in Stuttgart, wo er viele Schulgebäude auch in Typenfertigung entwarf, über die Bauten für die XX. Olympischen Spiele in München 1972 bis hin zur Auflösung von Ordnungen zugunsten offener, hierarchiefreier und Individualität ermöglichender Systeme. Die Kontroversen um die Postmoderne oder um restaurative Tendenzen, in denen Behnisch klare Haltungen vertrat, werden ebenfalls thematisiert.

Die Ausstellung ist ein Projekt der Architektenkammer Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem saai | Archiv für Architektur und Ingenieurbau am KIT in Karlsruhe und Behnisch Architekten.


Buchvorstellung Olympia München'72 am 18.08.2022


Mehr Informationen unter www.guenterbehnisch.com

 
07.07.2022 – 08.01.2023

Architekturmuseum der TUM
in der Pinakothek der Moderne
Barer Str. 40
80333 München

Die Olympiastadt München – Rückblick und Ausblick

Eröffnung am 06.07.2022, 19:00 Uhr

Am 26. April 1966 wählte das Internationale Olympische Komitee die bayerische Landeshauptstadt München zum Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 1972. Auf dem 280 Hektar großen, vier Kilometer vom Stadtzentrum entfernten Oberwiesenfeld entstanden in Harmonie zwischen Natur und Architektur die olympischen Sportstätten mit einer beschwingten kühnen Zeltdachkonstruktion und dem benachbarten Olympischen Dorf..

Seit Anfang der 1960er-Jahre befand sich München in einem rapiden Stadtumbau. Mit Mittlerem Ring sowie U- und S-Bahn wurden die Verkehrswege ausgebaut. Die Vergabe des sportlichen Großereignisses an München löste einen weiteren Schub aus. In Abgrenzung zur Olympiade in Berlin 1936 und dem Missbrauch der Spiele für propagandistische Zwecke des NS-Regimes sollte München ’72 als die „heiteren Spiele“ in die Geschichte eingehen. Das Attentat vom 5. September, das mit dem Tod aller israelischen Geiseln endete, verschattete allerdings die Spiele. Als herausragende Architekturleistung der deutschen Nachkriegszeit fanden die Olympischen Anlagen von Behnisch & Partner, Frei Otto, Günther Grzimek und Heinle Wischer und Partner jedoch als internationale Anerkennung und das visuelle Erscheinungsbild von Otl Aicher setzte neue Maßstäbe.

Die Planung der Anlagen erfolgte bereits im Hinblick auf ihre Nutzung nach den Spielen. Aus dem Olympischen Dorf der Männer wurde eine moderne Wohnanlage und aus dem Olympischen Dorf der Frauen eine Studentensiedlung. Das Rundfunk- und Fernsehzentrum verwandelte sich zur Hochschulsportanlage der TUM, die Pressestadt zu einer Wohnanlage mit Einkaufszentrum und die olympische Landschaft wurde zum Sport- und Erholungsparadies für die Münchner.

Die groß angelegte Ausstellung des Architekturmuseums der TUM spannt mit zahlreichen unbekannten Dokumenten und Modellen einen thematischen Bogen vom Umbau der Stadt über die „Olympiade im Grünen“ mit dem weltberühmten Zeltdach, den Sportstätten und dem Olympischen Dorf sowie dem visuellen Erscheinungsbild bis zum olympischen Erbe. Fragen nach Selbstdarstellung, Nachhaltigkeit und Demokratieverständnis stehen im Fokus der Präsentation.


Mehr Informationen unter www.architekturmuseum.de

 
30.06.2022 – 11.09.2022

Rathausgalerie Kunsthalle
Marienplatz 8
80331 München

Kunst für die Olympischen Spiele in München 1972

Eröffnung am 29.06.2022

Die Vision der Initiatoren der Olympischen Spiele in München 1972, Willi Daume und Hans Jochen Vogel, war es eine Art Gesamtkunstwerk zu entwerfen, in dem Demokratie erfahren und gelebt wird. Im Zusammenspiel zwischen Architektur, Design und Kunst wurde ein Schauplatz für die Sportspiele entworfen, der zugleich Modell für öffentliche Räume ist, die vielfältig und nachhaltig genutzt und bespielt werden. Internationale Künstler*innen waren von Anfang an im Planungsprozess der Spiele einbezogen, die Verbindungen herstellten zwischen den Menschen, zwischen Ost und West, zwischen Europa und den ehemaligen Kolonien, zwischen Sport und Kunst. Die Ausstellung in der Rathausgalerie Kunsthalle vermittelt den Geist der Zeit und ihre Aktualität mit Kunstwerken, Filmen und Fotografien und überraschenden Dokumenten zu den geplanten und realisierten Kunstwerken für die XX. Olympiade 1972 in München und das kulturelle Rahmenprogramm.

Heinz Mack, Otto Piene, Hans Hollein, Michael Heizer, Walter de Maria, Gerhard Richter sind einige der internationalen Künstler, die Konzepte für den Olympiapark und das Olympische Dorf entwickelten. Während der Spielstraße 1972, deren Intendant Werner Ruhnau war, wurden rund um den Olympiasee innovative, freche und radikale Aktionen von internationalen Performer*innen, Musiker*innen, Bildenden Künstler*innen wie der Mixed Media Group, Timm Ulrichs oder Tetsumi Kudo und Musiker*innen unter der Leitung von Josef Anton Riedl realisiert, die Kommentare zu den politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen waren, die sich auch in sportlichen Ereignissen manifestierten. Alle Besucher*innen waren eingeladen daran teilzuhaben, mitzuspielen, neue Welten kennenzulernen und Zukunft mitzugestalten.

Die Ausstellung in den Sommermonaten 2022 in der Rathausgalerie gibt einen Einblick in die Kunst rund um Olympia 1972, vermittelt mit einer interdisziplinären Tagung am 9. und 10. September 2022 mit damaligen Akteuren und Visionären den Spirit und diskutiert die Ereignisse als Modelle für die Zukunft. Dank der Leihgaben aus dem Archiv Ruhnau, Essen, Heinz Mack, der ZERO Foundation Düsseldorf und den Archiven und Museen der Stadt München ist dieser Einblick erstmals in dieser Form möglich.

 

RFKLX

Buchvorstellung & Gespräch

30.06.2022, 19:00 Uhr

ZfBK – Zentrum für Baukultur Sachsen
Schloßstraße 2
01067 Dresden

 

im Kulturpalast Dresden,
Eingang über Galeriestraße oder das Foyer im Kulturpalast

 

Eintritt frei

RFKLX. Ein Architektur-Magazin von und über Knerer und Lang mit textlichen und bildlichen Reflexionen von Orla Cornolly, Florian Heilmeyer, David Kasparek, Peter Cachola Schmal, Philipp Sturm, Jens Weber und einer gezeichneten Reise von Jan Feindt

Seit der Gründung des Büros Knerer und Lang hat sich die Wahrnehmung von Architektur verändert. Der Stellenwert von Entwurf und Funktionalität gerät zugunsten scheinbarer Kostenreduzierung immer mehr in den Hintergrund. RFKLX thematisiert die beiden Aspekte Rezeption und Relevanz in einer diskursiven Momentaufnahme. Kritische Stimmen finden dabei ebenso Raum wie die Auseinandersetzung mit der realen Arbeitswelt von Architekt*innen, die sich immer neuen Herausforderungen stellen müssen.

Knerer und Lang wurde 1993 von Eva Maria Lang und Thomas Knerer in Dresden gegründet und hat Büros in Dresden und München. Zu ihren realisierten Projekten gehören u.a. die Sanierung des Kaufhauses Schocken (Chemnitz, 2015), die Jugendherberge Schöneck (2018) sowie Wertstoffhof und Straßenreinigungsdepot Nord (Augsburg, 2018). Aktuell realisieren sie u.a. das Fernbusterminal in Bremen und das Fernbusterminal mit Fahrradparkplatz in Dresden.


Weitere Informationen: www.zfbk.de

 
14.06.2022 – 15.06.2022

Rheinterrasse Düsseldorf
Joseph-Beuys-Ufer 33
40479 Düsseldorf

Auf der 12. Konferenz zur Schönheit und Lebensfähigkeit der Stadt wird der Frage nachgegangen, wie sich Maßnahmen zu Klimaschutz und Klimaresilienz in die schöne und lebensfähige Stadt integrieren lassen.

Die These des Instituts ist, dass die kompakte und dichte Stadt die besten Voraussetzungen bietet, um langfristig als grüne Stadt zu funktionieren. Im Dialog mit Experten aus Wissenschaft und Praxis soll diese These auf folgende Teilaspekte hin untersucht werden:

1. Die grüne Stadt braucht Kompaktheit.
2. Die grüne Stadt braucht Dauerhaftigkeit.
3. Die grüne Stadt braucht Bäume in Parks, Alleen und Höfen.

Im Austausch mit Vertretern und Vertreterinnen unterschiedlicher Fachdisziplinen sowie Planungsdezernenten und Planungsdezernentinnen deutscher Städte werden diese Aspekte zu ganzheitlichen Ansätzen für eine grüne Stadt weiterentwickelt.


Mehr Informationen & Anmeldung

 

Günther Domenig: Dimensional

Ausstellung & Buchvorstellung

12.06.2022 – 16.10.2022

„Günther Domenig: DIMENSIONAL, Von Gebäuden und Gebilden", ist eine Ausstellung, die an vier Orten in Kärnten zum ersten Mal umfassend und kontextualisiert durch zeitgenössische künstlerische und architektonische Positionen das Werk des international namhaften in Kärnten geborenen Architekten zeigt.

Das vielschichtige Ausstellungs- und Forschungsprojekt unternimmt den Versuch das Werk und die Person Günther Domenig neu zu verorten und einer Aktualisierung zu unterziehen.

Die vier Ausstellungsorte stehen für unterschiedliche Aspekte der Arbeit Günther Domenigs, genauso wie sie unterschiedlich bespielt sind. Während im Museum Moderner Kunst Kärnten (MMKK) dem Verhältnis von Kunst und Architektur nachgegangen wird, ist im Architektur Haus Kärnten (AHK) die Nachwirkung auf die zeitgenössische Architekturproduktion primäres Thema. Das Steinhaus und die Heft in Hüttenberg sind hingegen selbst Ausstellungsobjekte und werden von Künstler:innen und Performer:innen direkt aktiviert.

Das Steinhaus wird über das Instrument der Performance mit dem Tanzquartier Wien gemeinsam auf seine Körperlichkeit hin befragt. Das ehemalige Landesausstellungsgebäude in der Heft in Hüttenberg wird das erste Mal seit Jahren wieder dem Publikum durch künstlerische Interventionen zugänglich gemacht.

Begleitet wird die Ausstellung von zwei Büchern, die im JOVIS Verlag veröffentlicht werden. In der ersten Publikation In Resonanz, sie erscheint im Juni 2022, stehen aktuelle Portraits von über dreißig Domenig-Gebäuden des Fotografen Gerhard Maurer im Dialog mit einer essayistischen Annäherung der zeitgenössischen Schriftstellerin Anna Baar. Die zweite Publikation In Reflexion dokumentiert im Nachhinein die Ausstellung, die Vorträge und die künstlerischen Arbeiten, ergänzt um Textbeiträge relevanter Architekturtheoretiker:innen.


 

Die Stadt nach Corona

Gespräch auf der re:publica

08.06.2022, 18:15 – 19:15 Uhr

Arena Berlin
Eichenstraße 4
12435 Berlin

Festsaal Kreuzberg
Am Flutgraben 2
12435 Berlin

Die Stadt nach der Pandemie: Corona als Brandbeschleuniger oder Transformationskatalysator?

Durch die Covid-19-Pandemie hat sich auch das Leben in unseren Städten maßgeblich verändert. Wir kaufen mehr online ein, arbeiten häufiger von zu Hause, fahren weniger Bus und gehen seltener ins Restaurant.

Doch was passiert, wenn der stationäre Einzelhandel und viele Gastronomen die Pandemie nicht überstehen? Wie lassen sich der öffentliche Straßenraum fairer aufteilen und temporäre Ansätze wie Pop-Up-Radwege verstetigen? Wie kann mit dem wachsenden Onlinehandel und dem dazugehörigen Lieferverkehr umgegangen werden? Welche Auswirkungen hat das Arbeiten im Home-Office auf den Büromarkt und auf die ländlichen Räume um die Metropolregionen? Wie dauerhaft sind die Veränderungen und wie lassen sie sich im Sinne einer sozial-ökologisch nachhaltigen Transformation gestalten – nicht zuletzt, um Städte auf kommende Ausnahmezustände infolge des Klimawandels vorzubereiten?

Es diskutieren der Stadtökonom Felix Hartenstein, die Architektin und Verlegerin Doris Kleilein und die Journalistin und Publizistin Friederike Meyer. Sie erörtern, ob die Pandemie eher als Brandbeschleuniger oder Transformationskatalysator zu betrachten ist, werfen einen Blick auf krisentaugliche Architekturen, Infrastrukturen und Freiräume und loten die Chancen der Pandemie für die Stadtentwicklung aus. Moderiert wird das Gespräch von der Journalistin Marietta Schwarz.


Mehr Informationen & Anmeldung: www.re-publica.com


 
08.06.2022 – 30.06.2022

Viktoriabad Bonn,
Franziskanerstr. 9
53113 Bonn

In zehn Strategien stellen Architektinnen und Architekten, Urbanistinnen und Urbanisten ihre Sorge um den Bestand vor: ein Sorgetragen für den Gebäudebestand, für gewachsene soziale Strukturen und für den Fortbestand der Erde. Sie plädieren für ein Weiterdenken und achtsames Reparieren von Lebensräumen und Wohnkulturen. Sie zeigen, wie sich neue Perspektiven im urbanen und regionalen Kontext durch vernetzte Ansätze, durch gemeinwohlorientierte Kooperationen und durch Beteiligungskonzepte ergeben. Für den künftigen Bestand, also die heute errichteten Gebäude, werden Strategien für den zirkulären Materialeinsatz und eine Offenheit für kommende Anforderungen entwickelt.
Die zehn Strategien werden durch zehn Projektbeispiele begleitet, die Arbeitsweise, Haltung und Expertise der beteiligten Architektinnen und Architekten widerspiegeln.


Aktuelle Station:

BONN
Viktoriabad Bonn,
Franziskanerstr. 9
53113 Bonn


08. bis 29. Juni 2022
Donnerstag & Freitag 13.00–19.00 Uhr
Sonntag 11.00–17.00 Uhr

Eröffnung am 08. Juni um 19.00 Uhr

Mehr Informationen und Rahmenprogramm in Bonn: www.bda-nrw.de


Die Ausstellung des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten BDA wurde von Olaf Bahner, Matthias Böttger und Laura Holzberg kuratiert. Ausstellungsgestaltung: Marius Busch – ON / OFF und Christian Göthner – lfm2.

Das Projekt ist Teil des Forschungsprogramms „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ des BMI / BBSR und wird durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat finanziell gefördert.

 
01.06.2022, 18:00 Uhr

Club Hybrid
Herrgottwiesgasse 161
8055 Graz
Österreich

Die Fakultät für Architektur der TU Graz lädt ein:

Moderation: Daniel Gethmann, Petra Petersson, Christina Linortner
Musik: Selene 2.5 (ab 21:00 Uhr)

Zugang zum Live-Stream der Veranstaltung

Neue und zeitgemäße Formen von Pädagogik wie Distance Learning, Design-Build, kollaborative Lernformen oder Peer-to-Peer-Praktiken stellen konventionelle Lehr- und Lernumgebungen in der Architektur und anderen gestalterischen Fächern zunehmend in Frage. Vor allem westlich-europäische Ausbildungsstätten sehen sich aktuell mit der Herausforderung konfrontiert, standardisierte Raumstrukturen und institutionelle Hierarchien zu überdenken und an unkonventionelle, radikalere Lehr- und Lernkonzepte anzupassen. GAM.18 lotet das Spannungsfeld zwischen universitärer Architekturlehre und ihrer Lernumgebung neu aus: Es fragt nach Raumstrukturen und Arbeitsumgebungen, in welchen das Nachdenken über und das Entwerfen von Architektur stattfinden kann und untersucht Lehr- und Lernmethoden, die die Räume und Institutionen, in denen sie stattfinden, kritisch in ihre Praxis einbeziehen.

 

Landscape Analogue

Buchvorstellung

19.05.2022

Never Stop Reading
Spiegelgasse 18 / Untere Zäune
8001 Zürich
Schweiz

Zweifellos war es nie einfach, unsere steigenden Bedürfnisse mit der uralten Geschichte der Kulturlandschaften, ihrer Schönheit und Fülle in Einklang zu bringen. Mit unserem Vertrauen in die moderne Technik, in Fortschritt und einen anspruchsvollen globalen Lebensstil sind wir jedoch zu einer Bedrohung für die Welt geworden. Und doch ist die existenzielle und elementare Natur der „Landschaft“ nach wie vor eine wertvolle Metapher für „Gleichgewicht“. Warum sollten wir – inmitten einer globalen Krise – aus der langen Geschichte gestalteter Naturräume, von Orten, die durch handwerkliche Arbeit wie einem Streben nach Zufriedenheit gleichermaßen geformt wurden, heute keine Schlüsse ziehen? Landscape Analogue diskutiert das „Analoge“ als grundlegendes Konzept und regt ein Nachdenken über den Alltag von Landschaften als Lebensraum der Zukunft an. Der Sammelband vereint kritische Aufsätze, die von der Notwendigkeit eines grundlegenden Wandels geprägt sind – angesichts einer Zukunft, die von endlichen Ressourcen, einer radikal reduzierten Mobilität und „überhitzten“ Städten geprägt sein wird.

Mit Katalin Déer, Christophe Girot, Jörn Köppler, Albert Kirchengast, Elli Mosayebi und Roland Züger.


Mehr Informationen